









Fotos und Bericht: Adelheid Kamin
Mitten in Kasbach stand seit Jahren ein gemauertes Marterl unmittelbar neben dem Glockenturm und dahinter eine Steinesche. Im Jänner 2007 fegte der Sturm Kyrill auch über das Waldviertel und Kasbach. Dabei kam das Marterl durch die Wurzeln der Steinesche, die durch den Sturm kräftig durchgerüttelt wurde, in ihren Grundfesten zu Schaden und begann sich nach vor zu neigen.
Daher beschloss die Dorfgemeinschaft Kasbach- Mittelberg das Marterl neu zu errichten und gleichzeitig den Glockenturm zu renovieren.
2023 musste die von einer Krankheit befallene Steinesche gefällt werden, und das Marterl wurde gleichzeitig abgetragen. 2025 begannen die Bauarbeiten für das neue Marterl und wurden noch im selben Jahr abgeschlossen. Die Marienstatue war in die Jahre gekommen und musste wegen Materialermüdung restauriert werden. Der Glockenturm, der 1926 erbaut wurde, war 1987 generalsaniert worden und hat 1994 ein elektrisches Läutwerk installiert bekommen. Im Rahmen der Neuerrichtung des Marterls wurde auch der Glockenturm mit Lärchenbrettern neu eingekleidet.
Im April 2026 wurde schließlich an der Stelle, wo einst die Steinesche stand, ein ca.10 Jahre alter Rotahornbaum gepflanzt.
Die Gesamtkosten für das Material beliefen sich auf ca.4600 €. Dreihundert Freiwilligen Arbeitsstunden wurden von der Dorfgemeinschaft geleistet, um den alten Zustand in der Mitte von Kasbach wieder herzustellen.
Am Sonntag wurde nun im Rahmen einer Feier das Marterl und der Glockenturm von Pfarrer Andreas Bühringer gesegnet. Bürgermeister Andreas Maringer, der bei der Feier zugegen war, würdigte die Leistung der Dorfgemeinschaft und gratulierte zu der gelungenen Revitalisierung ihres Dorfplatzes.