Pfarre
Zur Pfarre Arbesbach gehören 13 Katastralgemeinden: Arbesbach, Kamp, Etlas, Neumelon, Brunn, Pretrobruck, Purrath, Schönfeld, Schwarzau, Rammelhof, Komau, Leopoldstein und Neustift. Die drei letztgenannten Ortschaften liegen in der politischen Gemeinde Liebenau.
Die Pfarre wurde wahrscheinlich gegen Ende des 12. Jahrhunderts von den Kuenringern gegründet. 1246 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt.
1374 wurde erstmals ein Pfarrer namentlich genannt (Heinrich). Im 15. Jahrhundert wirkten kurze Zeit sogar 3 Geistliche. Zur Zeit der Reformation wirkten von 1563 bis 1630 protestantische Pastoren. 1630 kam nach 67 Jahren wieder ein katholischer Geistlicher. Eine Gegenreformationskommission (2 Kapuziner) führte 1652 die katholische Restauration in 9 Monaten mit aller Härte durch, sodass nach ca. 100 Jahren Arbesbach wieder katholisch war. Meist standen den Pfarrern „Hilfspfarrer“, Kapläne, zur Seite. Aufgrund des Priestermangels gab es 1977 den letzten Kaplan, dafür kam die sehr segensreich wirkende Pastoralassistentin Christine Dieminger. Pfr. GR Johann Lueger betreute seit 1978 auch die Pfarre Griesbach und seit 2008 die Pfarre Altmelon bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2013 mit.
2013 wurde der Pfarrverband Altmelon, Arbesbach, Griesbach, Groß Gerungs gegründet.
2014 kamen die Pfarren Langschlag und Oberkirchen dazu.
2019 wurde die Pfarre Groß Gerungs wieder ausgegliedert.
Im September 2019 erhielt der Pfarrverband mit den 5 Pfarren Altmelon, Arbesbach, Griesbach, Langschlag und Oberkirchen den Namen „St. Franziskus im Waldviertel“.
Seit Februar 2022 präsentiert sich der PV mit einer eigenen Homepage unter „www.franziskusw4.at“. Heute leben in der Pfarre Arbesbach ca. 1600 Katholiken.

Pfarrkirche
Unser jetziges Gotteshaus wurde in den Jahren 1761 – 1772 in spätbarockem Stil errichtet, nachdem 1756 die ältere, aus dem 13. Jahrhundert stammende kleinere Kirche einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen war. Bauherr war der damalige Pfarrer Ignaz Trunzer.
Die spätbarocke, sehr geräumige Hallenkirche hat für eine Landkirche recht ungewöhnliche Ausmaße (38 m Länge, 16 m Breite, Turmhöhe 40 m) und wird demnach auch der “Dom des nördlichen Waldviertels” genannt.
Die Kirche wurde am 17. Mai 1797 vom zweiten Bischof der 1784 neu errichteten Diözese St. Pölten, von Bischof Hohenwarth geweiht. Pfarr- und Kirchenpatron ist der hl. Ägydius, der im großen Hochaltarbild dargestellt ist.

Aus: Mauritz, Max (1983): Arbesbach. St. Pölten, NÖ Pressehaus

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